Dank furioser Rückrunde noch Vizemeister

Nachdem wir in der letzten Saison knapp die neue Klasse halten konnten, war klar auch in diesem Jahr kann das Hauptziel nur Klassenerhalt in der Landesliga sein. Hierfür mussten wir also unter normalen Auf- / Abstiegsszenarien eine Mannschaft hinter uns lassen. Verstärkt durch Frank Loch, der zugesagt hatte, das ein oder andere Spiel zu bestreiten, waren wir zuversichtlich, dies mit der Stammbesetzung Sara Stephan, Nicole Hellbrück, Peter Thiel, Martin Heptner, Holger Bassalik und Dirk Hellbrück auch schaffen zu können. Durch den frühzeitigen schwangerschaftsbedingten Ausfall von Sara, hatte sich Barbara Schuh bereit erklärt, uns regelmäßig zu unterstützen. Der Start gelang auch recht gut und man konnte gegen Schaffhausen klar mit 7-1 gewinnen und bei ersatzgeschwächten Wiesbachern ein 4-4 holen, obwohl auch hier ein Sieg durchaus möglich gewesen wäre. Leider mussten wir in den nächsten beiden Spielen vermeidbare 2-6 Niederlagen gegen den SSV Heiligenwald und Bous/Überherrn hinnehmen. Da es auch gegen den Branchenprimus aus Bischmisheim nicht zu einem Punktgewinn reichte, lag man schon früh mit 3-7 Punkten recht weit hinten in der Tabelle. Zum Abschluss der Hinrunde konnte man, sowohl gegen die dritte, als auch gegen die zweite Mannschaft des PSV Saarbrücken jeweils 4-4 spielen und die Vorrunde mit 5:9 Punkten abschließen.

Da bis auf das Auftaktspiel und das Spiel beim Tabellenersten alles enge Spiele waren und dies die Ausgeglichenheit der Klasse widerspiegelt, war es auch nicht komplett verwunderlich, dass man mit diesem eigentlich recht passablem Punktekonto auf dem 7. und somit vorletzten Tabellenplatz lag. Zwischenzeitlich waren wir auch noch unglücklich, gegen den in der höheren Verbandsliga spielenden BSC Fischbach 2, mit 4-4 und schlechterem Punktekonto ausgeschieden. Zur Rückrunde ergab sich dann auch eine personelle Veränderung, denn Kim Thiel rückte aus der Jugend hoch und ersetzte Holger Bassalik, der in der Rückrunde für die Vierte den Federball jagte. Kim sollte an Position 1 seinen Vater Peter entlasten, der verletzungsbedingt, während der gesamten Hinrunde zu unserem Leidwesen, nie „Normalform“ erreichte. Aufgrund der Ausgeglichenheit der Liga, war auch die Zielsetzung „Verbesserung des Platzes und bei optimalem Verlauf vielleicht sogar nach Platz zwei schielen“ nicht total vermessen. Gleich im ersten Spiel ging es gegen den direkten Tabellennachbarn PSV Saarbrücken 3, wo man gegebenenfalls direkt einen Platz hätte gut machen können. Nach sieben Spielen führte man 4-3 und hatte die drei Spiele jeweils im Entscheidungssatz verloren, so dass man eigentlich schon hätte gewonnen haben können, doch es schien an diesem Tag fast verflucht, denn auch das Mixed ging in den dritten Satz, doch hier konnten wir den Bann brechen und doch mit 5-3 siegen und uns auf Platz 6 verbessern. Nun sollte doch der abgeschlagene Tabellenletzte (zu diesem Zeitpunkt) kein Problem sein. Doch wir waren uns wohl unserer Sache zu sicher und mussten uns mit den Schaffhausenern nicht nur das Halbzeitbier, sondern auch die Punkte teilen. Im nächsten Spiel hatten wir den damaligen Tabellenzweiten aus Wiesbach zu Gast, doch ersatzgeschwächt ging man nur mit begrenzter Hoffnung an den Start. Das Team gab alles und konnte vor dem letzten Spiel überraschend beim Stand von 4-3 sogar auf den Sieg hoffen. Aufgrund seiner bisherigen Saison ging Peter Thiel als krasser Außenseiter ins Rennen und konnte dennoch am Ende den Sieg unter Dach und Fach bringen. So konnte man nun weiter Boden gut machen, denn auch die übrige Konkurrenz nahm sich gegenseitig die Punkte ab. Als wir uns anschließend beim 6-2 in Heiligenwald für die unglückliche Hinrundenniederlage revanchierten, hatte wir Tuchfühlung zu Platz zwei aufgenommen. Diesen belegte zu diesem Zeitpunkt Bous/Überherrn 2, die allerdings nach einer 1-7 Niederlage in unserer Halle gleich da lassen konnten. In der nächsten Begegnung sollten wir den designierten Meister aus Bischmisheim zu Gast haben, wobei man hier nachdem der Meister fest stand, schon in der Rückrunde bei anderen Auftritten feststellen konnte, dass sie mit schwächeren als der Stammaufstellung antraten. So wussten wir also nicht, kommen sie mit den Cracks, die auch in Saarlandliga und Regionalliga aufschlagen oder nur mit der „Reserve“. Kurzfristig war dann dort die Personalnot doch so groß, dass man trotz zweier Mannschaften dahinter, bei uns nicht antreten konnte. Schade für die Konkurrenz. Gut für unsere Mannschaft, denn so waren wir, nur bei einem wirklichen Desaster in Saarbrücken, noch vom zweiten Platz zu verdrängen. Kurzfristig noch ersatzgeschwächt machten wir eine Sicherheitsaufstellung und konnten trotz einer 3-5 Niederlage die Vizemeisterschaft sichern. Alles in allem eine Superrückrunde und tolle Saison, die wir quasi analog zur Dominanz in mancher Fussballbundesligasaison als „Meister des Restes der Liga“ beenden konnten. Abschließend auch noch ein Wort des Dankes an alle Zuschauer und Sponsoren. Wie bereits in früheren Berichten erwähnt, ist es jedes Mal ein Fest an unseren Heimspieltagen vor vollen Rängen zu spielen, die „Badminton in Wemmetsweiler“ jedes Mal zu einem Event machen.